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Ein halbakustischer Korpus mit einer in die Decke eingelegten Sonne, noch in Arbeit

Lab

Die Arbeit, während sie entsteht

Aufnahmen aus der Werkstatt, während der Arbeit entstanden. Nichts davon ist gestellt.

Das Holz

Bevor es ein Instrument ist, ist es ein Brett

Die Bretter werden einzeln ausgesucht und lagern ab. Die Maserung wiederholt sich nie – sie bestimmt das Instrument vor Form und Farbe.

Eine Decke aus zwei gespiegelten Hälften, die Maserung spiegelt sich an der Fuge
Zwei Hälften desselben Bretts, aufgeklappt wie ein Buch: die Zeichnung spiegelt sich.
Ein Brett Pale-Moon-Ebenholz mit seinen schwarz-cremefarbenen Streifen, auf dem Gitter der Werkbank
Pale-Moon-Ebenholz: keine zwei Bretter haben dieselbe Zeichnung.
Zwei lange Bretter aus verschiedenen Hölzern, nebeneinander auf der Werkbank
Verschiedene Hölzer, verschiedene Maserung: hier beginnt die Auswahl.

Die Zeichnung

Gezeichnet wird mit dem Bleistift, auf dem Holz

Konturen, Hälse und Einlagen entstehen mit dem Bleistift, bevor irgendetwas geschnitten wird. Was auf dem Holz nicht trägt, trägt auch später nicht.

Die Kontur eines Korpus auf dem Holz angezeichnet, der Rohling noch in den Zwingen
Erst die Kontur auf dem Holz, dann der Schnitt.
Zwei Bretter aus geflammtem Ahorn, auf einem ist der Hals schon mit Bleistift angezeichnet
Geflammter Ahorn: der Hals wird aufs Brett gezeichnet, bevor gesägt wird.
Die Kontur einer Geige, mit Bleistift auf rohes Holz gezeichnet
Derselbe Bleistift, auch für die Geigen.

Der Hals

Was man nie wieder sieht

In den Hals kommen Spannstab und zwei Carbonstäbe, Standard bei jedem Modell. Dann das Griffbrett, die einzeln eingepressten Bünde und die Seitenpunkte.

Ein Hals aus Vogelaugenahorn mit den drei ausgehobenen Kanälen: einer für den Spannstab, zwei für die Carbonstäbe
Die Kanäle für Spannstab und die zwei Carbonstäbe, bevor sie eingesetzt werden.
Leim in Schlangenlinie auf einem Ebenholzgriffbrett
Der Leim, in einem Zug: zum Arbeiten bleiben nur wenige Minuten.
Ein Griffbrett mit frisch eingesetzten Bünden, entlang des Halses gesehen
Die Bünde, einer nach dem anderen gesetzt, über das ganze Griffbrett.

Die Einlage

Das Perlmutt wird von Hand geschnitten

Das Bett wird ins Holz geschnitten, das Perlmutt zugeschnitten und gefeilt, bis es ohne Spiel sitzt. Eine Sonne mit zwölf Strahlen sind zwölf Teile.

Zwei Perlmuttplättchen in der Hand des Gitarrenbauers
Die Platte, aus der die Einlagen kommen.
Eine in ein Ebenholzgriffbrett geschnittene Sonne, daneben die schon zugeschnittenen Perlmuttstrahlen
Das gefräste Bett und die fertig geschnittenen Strahlen, vor dem Einleimen.
Fertige Sonnen- und Mondeinlagen auf einem Pale-Moon-Ebenholz-Griffbrett
Fertig und plan geschliffen: jetzt liegen sie auf Höhe des Holzes.

Der Korpus

Von Hand ausgearbeitet und fertiggestellt

Tonabnehmer- und Elektronikfächer folgen der Zeichnung auf den Hundertstel. Kanten, Wölbungen und F-Löcher werden von Hand mit Raspel und Ziehklinge fertiggestellt.

Drei Gitarrenkorpusse aus verschiedenen Hölzern auf der Werkbank
Drei Gitarrenkorpusse, drei Hölzer, drei verschiedene Konturen.
Ein F-Loch, mit der Ziehklinge nachgearbeitet, an einem halbakustischen Korpus aus Walnuss
Der Rand eines F-Lochs schließt sich nur von Hand.
Die Rückseite eines rohen Korpus in der Hand, mit hölzernen Fachdeckeln und einem ausgeschnittenen Mond
Die Rückseite: auch die Fachdeckel sind aus Holz.
Die Rückseite eines geschliffenen Rohkorpus, auf dem Gitter der Werkbank
Der Rohkorpus, vor dem Lackieren geschliffen.

Der Lack

Eine Schicht auf einmal, und dazwischen wird geschliffen

Die Farben werden in der Werkstatt gemischt und auf dem echten Holz geprüft. Dann wird Polyurethan gespritzt, Schicht für Schicht, dazwischen geschliffen: Trocknungszeiten lassen sich nicht abkürzen.

Sieben Sekunden in der Kabine, während der Arbeit aufgenommen.
Ein Tütchen dunkles Pigment mit schillernden Reflexen, in der Hand gehalten
Die Pigmente kommen als Pulver und werden in der Werkstatt gemischt.
Ein Döschen metallisches Violettpigment, in der Hand gehalten
Ein metallisches Violett, bevor es in den Lack kommt.
Ein Korpus mit blau gebeizter geflammter Decke, auf dem Gitter der Werkbank
Die Beize kommt vor den Lack und holt die Zeichnung des Holzes hervor.
Eine behandschuhte Hand lackiert in der Kabine zwei Hälse, einen roten und einen schwarzen
Zwei Hälse in der Kabine, eine dünne Schicht nach der anderen.
Eine behandschuhte Hand schleift einen weißen Korpus auf dem Gitter der Werkbank
Schliff, zwischen zwei Lackschichten.
Drei Gitarrenkorpusse, die an einem Gestell trocknen, dazu zwei Hälse
Am Trocknen. Ab hier wird tagelang nichts angefasst.

Die Montage

Die Elektronik, nach einem Entwurf von De Gattis

Die Schaltung heißt De Gattis Custom Circuitry: eine einzige Platine, nach einem Entwurf von De Gattis gebaut, mit 50's/Modern-Schalter und den Tonabnehmerreglern. Sie wird geprüft, bevor sie in den Korpus kommt.

Die Platine De Gattis Custom Circuitry, mit eingravierter Marke und den Tonabnehmerreglern
Die Platine, aufgebaut und geprüft, bevor sie in den Korpus geht.
Drei Tonabnehmer mit Holzabdeckung, auf hellen Holzbrettern
Die Tonabnehmer mit Holzabdeckung, bevor sie in den Korpus kommen.
Zwei schwarze Tonabnehmer in ihren Fächern, auf einem Rohkorpus
Die Tonabnehmer in ihren Fächern anprobiert, vor der Montage.
Eine Hand setzt die Platine in das Fach eines petrolfarbenen Korpus
Die Platine kommt in den Korpus, bereits geprüft.

Die Endkontrolle

Bevor es geht, wird es geprüft

Saiten, Mechaniken, die mit dem Messgerät geprüfte Schaltung, die Einstellung. Dann kommt das Instrument ins Register der Werkstatt, das es über die Jahre begleitet.

Eine rote Kopfplatte mit der Marke De Gattis, Saiten und Mechaniken gerade montiert
Saiten und Mechaniken montiert, vor der Einstellung.
Eine Hand prüft mit dem Messgerät die Schaltung im Fach eines roten Korpus
Jeder Kontakt mit dem Messgerät geprüft, bevor das Fach geschlossen wird.
Ein Griffbrett mit abgeklebten Bünden, ein Drehwerkzeug und eine Tube Polierpaste
Die Bünde werden einer nach dem anderen poliert.

Die Signatur

Der Name kommt auf die Kopfplatte, zuletzt

Die Marke wird zuletzt in die Kopfplatte eingelegt oder graviert. Dort unterscheiden sich zwei Instrumente aus derselben Werkstatt auf den ersten Blick.

Fünf Gitarren-Kopfplatten aus verschiedenen Hölzern, alle mit der Marke De Gattis
Fünf Kopfplatten, fünf Hölzer, derselbe Name.

Wer sie baut

Ein Mensch, von der Zeichnung bis zur Auslieferung.

Alberto De Gattis in der Spritzkabine der Werkstatt